Es ist wie im Kino: Wann geht das Licht an, wann ist der Film aus und wir sind wieder in der Realität? Gar nicht! Wir befinden uns in Corona-Zeiten, in der das öffentliche Leben reduziert ist, Schulen und Kitas geschlossen, Nahverkehr reduziert und Arbeiten im Homeoffice angesagt ist usw.

Auch wir bei Project Solutions haben unsere ohnehin schon immer recht überschaubaren Präsenzzeiten auf eine absolut nötige Anzahl reduziert und arbeiten weitestgehend aus dem Homeoffice. Doch das ist anders als vorher. Wo man vorher am Küchentisch für Stunden in Ruhe ein Konzept schreiben oder an einer Telefonkonferenz teilnehmen und sich zwischendrin noch einen Kaffee genehmigen konnte, herrscht jetzt buntes Treiben: Kinder haben keine Schule und der Mann arbeitet auch von daheim.
Während sich mein Mann an unseren Schreibtisch im Arbeitszimmer zurückzieht - er hat jetzt eine Telefon- /Videokonferenz nach der anderen - versuche ich meine Kinder an ihre Schreibtische zu ihren Schularbeiten zu bringen und nebenher natürlich auch meine eigene Arbeit zu machen… „Mama, ich habe Hunger!“ Ach ja, Essen kochen, (Schul-)Kantine fällt ja auch weg. Mal sehen, was sich schnell zusammenstellen lässt, um die ganze Mannschaft mit neuer Energie zu versorgen. Beim Mittagessen ziehen wir ein erstes Resümee, die Kinder finden es irgendwie cool, wenn alle daheim sind, aber irgendwie sind sie eher im Ferienmodus und haben die per Email zugesandten Arbeitsaufträge ihrer Lehrer, nicht mit der üblichen Motivation bearbeitet. Vor allem die Mitschüler, Freunde und der Schulalltag fehlen.
Mein Mann kommt zufrieden aus unserem Arbeitszimmer im Keller in die „Heim“-Kantine und ist recht entspannt. Ich selber habe mehrere Zweitjobs angenommen, Lehrer, Motivator, IT-Consultant, Hauswirtschafterin …, aber was ist meinem Erstjob im Vertrieb? Wo ist mein Alltag geblieben?
Martina Lenhardt für Ihr Project Solutions Team
